Studentenverbindungen
Ihr Ruf eilt ihnen häufig voraus:
Studentenverbindungen! Kein Wunder, denn seit Jahrhunderten
sind hunderttausende von jungen Männern - und neu auch Frauen -
dafür den bemüht den Ruf ihrer Studentenverbindung aufrecht zu
halten und in die weite Welt hinaus zu tragen. Wer erinnert
sich nicht an all die Campusfilme aus Hollywood welche mit
einem unsinnigen Dekan, schlauen Studenten und natürlich
grossartigen Parties für Aufsehen sorgen. Kein Wunder möchte
Jugendliche einmal Mitglied einer solchen Studentenverbindung
sein.
Die Geschichte der
Studentenverbindungen ist lang und spannend. Entstanden sind
sie im 18. Jahrhundert in Deutschland. Und während dem
Kaiserreich erreichten sie ihre erste Blütezeit. Das ist alles
lange her, aber bis zum heutigen Tag haben
Studentenverbindungen nichts von ihrem mystischen Reiz verloren
und erfreuen sich weiterhin grosser Popularität. Natürlich
stehen bei jeder Studentenverbindung die Freundschaft und der
Zusammenhalt im Vordergrund. Während des Studiums helfen sich
so natürlich die Kommilitonen bei verschiedenen Arbeiten und
Projekten. Über die Studienzeit hinaus bieten
Studentenverbindungen den idealen Nährboden für geschäftliche
Netzwerke in der beruflichen Zukunft. Nicht umsonst sind viele
Anwälte in Verbindungen zu Hause, so dass sich gerade in der
Welt der Juristen zahlreiche Netzwerke nachweisen
lassen.
Neben diesen Nutzen steht aber
natürlich auch der gesellschaftliche Aspekt im Vordergrund. So
gibt es regelmässige Anlässe, auch kultureller Art. Seien es
Lesungen, Konzerte oder gemeinsame Nachtessen. Ebenso setzen
sich viele Studentenverbindungen für karitative Organisationen
ein und helfen dank ihrem Netzwerk so bedürftigen Menschen. Was
natürlich immer in der Erinnerung eines Mitglieds bleibt ist
seine Aufnahme in die Verbindung. Diese ist immer an ganz
besondere Aufgaben und Mutproben geknüpft. So kommt es auch
schon mal vor, dass ein Student in Frauenkleider durch die
belebte Innenstadt spazieren und dabei Rätsel lösen muss. Dafür
wird seine Aufnahme in die edle Organisation danach feierlich
und intensiv begossen.
Natürlich zählen auch zahlreiche
Persönlichkeiten aus der ganzen Welt zu den Mitgliederlisten
der Studentenverbindungen. Einer der berühmtesten dürfte wohl
George W. Bush sein, der während seiner Karriere nie ein
Geheimnis daraus gemacht hat, dass er durch "Skull & Bones"
Wahlunterstützung erhalten hat. Aber auch im deutschsprachigen
Raum gibts es zahlreiche Staatsmänner die noch bis heute einer
Studentenverbindung angehören und entsprechend die Netzwerke
nutzen. Meist vergessen sind dabei die Flegeljahre, welche von
Degenduellen und Alkoholexzessen geprägt waren. Aber genau
darum liegt der eigentliche Nutzen und Vorteil dieser
Gruppierungen in der Nachhaltigkeit und dem Netzwerk, welches
über all die Jahre aufgebaut wurde und später im Berufsleben
genutzt werden kann.
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